Berufspraktikum, planlos ging der Plan los

In der heutigen Arbeitswelt ist die Berufserfahrung eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl neuer Mitarbeiter. Damit junge Leute diesen Anforderungen gerecht werden, absolvieren Studierende auf immer mehr Universitäten und Fachhochschulen Berufspraktika. Sie sind mittlerweile fester Bestandteil vieler Studiengänge und dienen dazu, das theoretisch erlernte Wissen in die Praxis umzusetzen. Die Suche nach dem passenden Berufspraktikum und die Bewerbung halten allerdings einige Herausforderungen bereit – welche das sind, erfährst du in diesem Beitrag!

Mathias Jud

Zukunft selbst gestalten!

Du befindest dich gerade mitten in deinem Studium und weißt nicht so recht, was später einmal aus dir werden soll? Es bieten sich dir hunderte Möglichkeiten, aber du weißt nicht genau, in welchem Bereich du deine Zukunft siehst? Dann ist ein Berufspraktikum die große Gelegenheit, das zu ändern!

Während eines Berufspraktikums wirst du ein Bild davon bekommen, wie ein harter und spannender Arbeitsalltag in deinem Traumberuf aussehen könnte. Dieser Einblick bietet dir aber auch die Möglichkeit herauszufinden, welche Aufgaben in einem Unternehmen für dich besonders interessant sind.

Vielleicht hast du bereits erste Berufserfahrungen durch einen Ferialjob gesammelt. Damit darfst du das Berufspraktikum allerdings auf keinen Fall vergleichen. Denn hinter einem Berufspraktikum steht eine ganz andere Motivation, als hinter einem Ferialjob. Während es bei Sommerjobs meist darum geht, einfach ein wenig Geld zu verdienen, steht beim Berufspraktikum das Umsetzen deines theoretischen Wissens im Fokus.

Zu wissen, welche Unterschiede es zwischen einem Berufspraktikum und Ferialjob gibt, ist im ersten Schritt entscheidend

Bei Ferialjobs übernimmst du für meist ein bis zwei Monate unterstützende Tätigkeiten und ersetzt jene Mitarbeiter, die sich während den Sommermonaten im Urlaub befinden. Das Ziel beim Berufspraktikum hingegen ist es, dass du niemanden ersetzt, sondern als vollwertige Arbeitskraft in die Unternehmensprozesse integriert wirst. Deshalb dauern Berufspraktika idealerweise 3 bis 6 Monate, um möglichst viele Erfahrungen mitnehmen zu können.

Als Berufspraktikant ist es nicht deine Aufgabe, die lästige Arbeit zu erledigen, für die deine Arbeitskollegen im Alltagsstress keine Zeit haben. Deine Aufgabe ist es, dich aktiv an der Tätigkeit des Unternehmens zu beteiligen, dein Know-how einzubringen und vielleicht sogar eigene kleine Projekte zu übernehmen. Nutze diese Zeit, um dein Wissen anzuwenden und praktische Erfahrungen zu sammeln. 

 

Berufspraktikum Ferialjob

Obwohl es einige Parallelen gibt, ist ein Ferialjob eindeutig nicht das Gleiche, wie ein Berufspraktikum. Neben den anspruchsvolleren Tätigkeiten, die dich im Berufspraktikum erwarten, sind es auch die arbeitsrechtlichen Unterschiede, die ausschlaggebend sind. Dennoch setzen viele einen Ferialjob im Sommer mit einem (meist) länger andauernden Berufspraktikum gleich und starten damit bereits mit falschen Vorstellungen in die Suche nach einer passenden Stelle.

Arbeitsrechtlich betrachtet ist der Ferialjob nichts anderes, als ein befristetes Dienstverhältnis. Das Berufspraktikum hingegen stellt eine Mischung aus Ausbildung und Arbeit dar und kann als Ausbildungsoder Arbeitsverhältnis vereinbart werden. Meist stehen Unternehmen und Praktikanten in einem Arbeitsverhältnis, welches das Unternehmen zumindest in Österreich dazu verpflichtet dir ein Gehalt auszubezahlen – ebenso wie bei einem Ferialjob.

Solltest du ein Praktikum im Ausland anstreben, dann gilt es sich im Vorhinein über die arbeitsrechtlichen Bestimmungen des Landes zu informieren, in dem du das Praktikum absolvieren möchtest. Diese können von Land zu Land verschieden sein und deine Entscheidung maßgeblich beeinflussen.

Denn in Österreich werden Berufspraktika relativ gut und angemessen entlohnt, da Unternehmen bei Arbeitsverhältnissen gesetzlich dazu verpflichtet sind. In Deutschland hingegen sind Unternehmen bei einem sogenannten „Pflichtpraktikum“ gesetzlich nicht dazu verpflichtet, dir ein Gehalt auszubezahlen. Vor allem im Hinblick auf die erhöhten Ausgaben, die bei einem Auslandspraktikum auf dich zukommen, solltest du Bescheid wissen, mit wie viel Geld du rechnen kannst.

Informiere dich diesbezüglich im Internet, frag Freunde und Bekannte, die in deinem Wunschland bereits ein Praktikum absolviert haben, oder richte dich an deine Universität bzw. Fachhochschule – du bist nicht der erste Studierende, der ins Ausland möchte!

Nichts dem Zufall überlassen

Du bist an dem Punkt angelangt, an dem du weißt, dass du ein Berufspraktikum absolvieren wirst, aber nicht genau weißt, wo du mit der Suche beginnen sollst? Ganz einfach, starte mit dir selbst! Erstelle eine Liste, mithilfe der du deine Stärken deinen Schwächen gegenüberstellst und lasse dich dabei von niemandem beeinflussen. Werde dir bewusst, wie du deine Fähigkeiten kombinieren und sie im Berufsalltag bestmöglich einsetzen kannst. Sprich mit Freunden über deine Stärken/Schwächen und lasse dich von Ihnen beurteilen. Oftmals weicht deren Wahrnehmung von deiner eigenen ab. Wichtig dabei: Sei ehrlich zu dir selbst!

LinkedIn, das Facebook der Geschäftswelt. Und dein Zugang zu jeder Menge nützlicher Kontakte für deine Suche nach dem passenden Praktikum.

  1. Suche nach Stellenanzeigen und wähle beim Jobfilter die passende Branche und deinen Tätigkeitsbereich aus.
  2. Finde Personen, die in dieser Branche tätig sind.
  3. Finde heraus, welche Ausbildungen und Zusatzqualifikationen diese besitzen.
  4. Nimm freundlich und höflich Kontakt mit diesen Personen auf und bitte diese um Tipps für deine Bewerbung
  5. Starte top informiert in den Bewerbungsprozess

Hier gelangst du zu LinkedIn.

XING ist der deutsche Ableger des internationalen BusinessNetzwerks LinkedIn. Hier spielen der Austausch sowie die Interaktion zwischen den Usern eine untergeordnete Rolle. Auf dem Stellenmarkt von XING kannst du aber dennoch auf interessante Praktika stoßen. Die Vorgehensweise auf XING ähnelt der oben aufgelisteten von LinkedIn.

Hier gelangst du zu XING.

Auf einer der größten österreichischen Jobbörsen findest sicher auch du eine passende Praktikumsstelle. Hier kannst du ohne Registrierung nach Praktika suchen und passende Unternehmen in deiner Wunschregion finden. Dir werden umfassende Filtermöglichkeiten und zahlreiche Bewerbungstipps geboten.

Hier gelangst du zu Karriere.at.

Was viele nicht wissen: Der größte österreichische OnlineMarktplatz bietet auch eine gut gefüllte Jobbörse. Du hast hier die Möglichkeit, Stellenanzeigen zu finden, die Mitbewerber noch nicht entdeckt haben. Auch wenn die Plattform nicht primär auf die Jobsuche ausgelegt ist, kannst du hier auf interessante Anzeigen stoßen.

Hier gelangst du zu willhaben.at.

Aus den gesammelten Informationen kannst du dann deine eigene Persona (eine Personenanalyse von dir selbst) erstellen, welche du zum Beispiel auch in deine Bewerbung integrieren kannst. Anhand dieser Selbstreflexion kannst du nach Stellenausschreibungen suchen, die zu dir und deinen Stärken passen sowie deinen Fähigkeiten entsprechen.

Lass dich nicht von der Vielzahl an Anforderungen abschrecken, die Unternehmen in Stellenausschreibungen aufzählen. Niemand kann all diese erfüllen. Nur Mut – bewirb dich auf Stellenausschreibungen, die dich zuerst zu überfordern scheinen. Wichtig ist, dass Qualität über Quantität geht.

Es bringt nichts, pro Woche 50 Bewerbungen zu versenden. Viel zielführender ist es, wenn du 5 personalisierte und ambitionierte Bewerbungen versendest, in die du viel Zeit und Mühe steckst.  Besonders wichtig ist es, dass du dich nicht demotivieren lässt, wenn du Absagen oder keine Rückmeldung bekommst. Oftmals sind Stellen bereits vergeben und werden nur aus formalen Gründen ausgeschrieben.

 

Deine Bewerbung, dein Aushängeschild

Die Suche nach passenden Praktikumsstellen ist abgeschlossen, du hast Stellenanzeigen gefunden, die deinen Vorstellungen entsprechen, und stehst nun vor der großen Frage „Wie gehe ich bei meiner Bewerbung vor?“ Für viele der schwierigste und anspruchsvollste Teil im Bewerbungsprozess. Zu Recht, denn es ist auch einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zum Wunschpraktikum.

Dein Bewerbungs– bzw. Motivationsschreiben sowie dein Lebenslauf sind meist der erste Kontakt, den ein Unternehmen zu dir hat. Bekanntlich zählt der erste Eindruck, daher sollten alle Unterlagen fehlerfrei, vollständig sowie übersichtlich sein. Das ebnet dir den Weg zum Ziel, das du mit deinen Bewerbungsunterlagen verfolgst: Eine Einladung zum Bewerbungsgespräch.

Bevor es allerdings so weit ist, geht es zuvor noch ans Verfassen eines Bewerbungs– bzw. Motivationsschreibens. Lass dich nicht verunsichern, wenn in Stellenanzeigen „Anschreiben“, „Bewerbungsschreiben“ oder „Motivationsschreiben“ verlangt werden. Im Grunde sind das alles Texte, in denen du dich präsentierst und erklärst, warum du das Praktikum absolvieren möchtest.

    • Das Bewerbungsschreiben darf max. 1 Seite lang sein
    • Es ist wie ein klassischer Brief aufgebaut: Absender im Briefkopf gefolgt von Empfänger, Datum und Ort sowie Betreff
    • Nach dem Betreff sind die Anrede sowie dein individueller Bewerbungstext zu finden
    • Am Schluss folgt die Auflistung des Anhangs (dieser setzt sich meist aus Lebenslauf, Zeugnissen und Zertifikaten sowie Dienstnachweisen zusammen)

Achte darauf, nicht deinen Lebenslauf zu reproduzieren, sondern ergänzende Informationen zu liefern. Beschreibe bisherige Projekte und deine Erkenntnisse daraus. Erkläre, warum gerade du in dieses Unternehmen gehörst und wie du dazu beitragen kannst, dass das Unternehmen seine Ziele erreicht. Der Leser soll sich einen Eindruck von deiner Persönlichkeit und deinen Fähigkeiten machen können sowie Lust darauf bekommen, dich persönlich kennenzulernen. Mach neugierig auf dich!

Im Gegensatz zum Bewerbungsschreiben, in dem du die SoftFacts zu dir präsentierst, sollte der Lebenslauf deine HardFacts beinhalten. Hier findest du Raum, deine Bildungslaufbahn sowie deine bisherige Berufserfahrung chronologisch zu positionieren. Alle Kurse, Zertifikate und zusätzliche Ausbildungen solltest du ebenfalls im Lebenslauf unterbringen. Aber auch deine sprachlichen und/oder technischen Fähigkeiten dürfen auf dem max. 2-seitigen Dokument nicht fehlen. Mit deinen Hobbys bringst du am Schluss noch eine persönliche Note hinein.

Stecke viel Zeit und Mühe in deine Bewerbungsunterlagen – sie sind meist der erste Kontakt, den ein Unternehmen zu dir hat

Bewerbungsschreiben und Lebenslauf vervollständigen fast deine Bewerbungsunterlagen. Es fehlen nur noch Zeugnisse von Schule oder Universität sowie relevante Dienstnachweise. Nachweise für besondere Ausbildungen, die dir einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern sichern, solltest du dem Unternehmen ebenfalls übermitteln. Beachte dabei immer, dass nicht alle Zeugnisse und Nachweise für jedes Unternehmen relevant sind. Überlege dir gut, welche du an welches Unternehmen schickst. Die Unterlagen sollten auch möglichst aktuell sein – Zeugnisse aus der zweiten Klasse Gymnasium interessieren niemanden.

Damit sind deine Bewerbungsunterlagen fürs Abschicken bereit! Stelle davor aber jedenfalls noch sicher, dass du keine Tippoder Rechtschreibfehler gemacht hast – das macht einen denkbar schlechten Eindruck. Überprüfe zudem, ob deine Unterlagen an die richtige Person adressiert sind und auf dem richtigen Weg zum Unternehmen finden (viele nehmen Bewerbungen bspw. nur über Bewerbungsplattformen und nicht über E-Mail an). Schickst du deine Bewerbung noch vor dem Ende der Bewerbungsfrist aus, kann so gut wie nichts mehr schief gehen.

 

Der Zielsprint!

Du hast es zum Bewerbungsgespräch geschafft – gratuliere! Du musst also das Interesse des Unternehmens geweckt haben, ansonsten hätten sie dich nicht eingeladen. Zeige ruhig etwas Selbstvertrauen und sei überzeugt von deinen Fähigkeiten, ohne dabei arrogant zu wirken.

Der erste Eindruck entscheidet! Sei Entsprechen gekleidet und versuche schon im Vorhinein so viele Informationen wie möglich über den Gesprächspartner und das Unternehmen zu bekommen. Finde heraus, ob ihr gemeinsame Hobbys habt oder euch ein ähnlicher Bildungsbzw. Berufsweg verbindet. Dies steigert die Sympathie und vermeidet peinlichen Small Talk. Nutze dazu verschiedene Kanäle (siehe hier) und Kontakte.

Der erste Eindruck ist entscheidend – mache deshalb bei deiner Kleidungswahl keine Fehler

Bereite dich auf das Gespräch vor und überlege dir Antworten auf klassische Bewerbungsfragen, wie: Was sind Ihre Stärken? Was sind Ihre Schwächen? Warum sollten wir genau Sie einstellen? Diese einfachen Fragen können einen großen Unterschied ausmachen und schlussendlich darüber entscheiden, ob du das Praktikum bekommst oder nicht. Sei dir bewusst, dass du nicht die einzige Person bist, mit der Gespräche geführt werden und versuche nicht vorzutäuschen jemand zu sein, der du nicht bist. 

Achte während dem Gespräch auf deine Körpersprache, denn du vermittelst mit deinen Bewegungen und deiner Mimik viel mehr Informationen als du denkst. Versuche nicht vorzugeben Fähigkeiten zu beherrschen, die du nicht hast – erfahrene Recruiter merken das sofort. Sei ehrlich und stehe dazu, wenn du mal eine Frage nicht beantworten kannst. Die Wahrheit kommt ohnehin irgendwann ans Licht. Versuche so oft als möglich die Gesprächssituation mit Freunden und Familie oder auch alleine vor dem Spiegel zu simulieren. Das gibt dir das nötige Selbstvertrauen, um souverän zu wirken.

Wenn das Gespräch gut verlaufen ist, schreibe der Person (auf LinkedIn oder XING), mit der du das Gespräch geführt hast, eine freundliche Nachricht. Bedanke dich für das Gespräch und lade sie ein, Teil deines Netzwerkes zu werden.

Falls dich dein Gesprächspartner fragen sollte, was du trinken möchtest, sollte klar sein, dass du niemals „Ja“ zu einem alkoholischen Getränk sagst – in diese Falle tappen leider viele Bewerber. Bleibe am besten bei einem Glas Wasser, dieses kannst du auch halb voll stehen lassen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Verabschiede dich nach dem Gespräch freundlich und bedanke dich bei deinem Gesprächspartner. Beim Verlassen des Unternehmens ist es wichtig, dass du freundlich zu den restlichen Angestellten bist, denn diese können eine wichtige Rolle spielen und den Entscheider beeinflussen.

 

Ausland Top, Inland Flop?

Es herrscht ein regelrechter Trend während dem Studium ein Auslandssemester oder gar ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Von Universitäten und Fachhochschulen werden Praktika im Ausland stark forciert und gelten später auf dem Arbeitsmarkt als klares Differenzierungsmerkmal gegenüber anderen Bewerbern. Aber musst du dein Praktikum deshalb wirklich im Ausland machen? Hast du es später ohne Auslandserfahrung wirklich schwerer am Arbeitsmarkt?

Klar ist: Ein Auslandspraktikum sieht im Lebenslauf toll aus. Es zeigt, dass man sich schnell auf neue Gegebenheiten und Kulturen einstellen kann und Fremdsprachen beherrscht (sofern das Praktikum im fremdsprachigen Ausland absolviert wurde). Es sieht und wirkt nicht nur toll, sondern birgt für dich als Praktikant auch viele Vorteile.

Neben der Berufserfahrung, die du natürlich auch bei einem Praktikum im Inland mitnimmst, entwickelst du dich im Ausland persönlich enorm weiter. Du lernst, dich auf neue Kulturen einzulassen, eine neue Sprache zu sprechen und auf dich alleine gestellt zu sein. Zudem lernst du viele neue Leute kennen und knüpfst wertvolle Kontakte, auf die du später zurückgreifen kannst. Wie du siehst, geht es bei Auslandspraktika weniger darum, „bessere“ Berufserfahrungen als im Inland zu sammeln, sondern viel mehr um die Persönlichkeitsentwicklung.

So toll sich das alles anhört, so gibt es genauso gute Gründe sein Praktikum im Inland zu absolvieren. Denn Ausland bedeutet viel Aufwand. Du musst dir eine Unterkunft suchen, dich um die Reise kümmern und alle notwendigen Vorkehrungen treffen, um deine Auslandserfahrung so angenehm wie möglich zu gestalten. Damit sind allerdings viele Kosten verbunden, die schlichtweg nicht für jeden tragbar sind. Wenn deine Arbeitsleistung zudem (wie in manchen Ländern der Fall) nicht entlohnt bzw. schlecht entlohnt wird, kann das ganz schön knapp werden.

Überlege dir gut, ob du ein Praktikum im Ausland oder Inland bevorzugst – beides hat sein Vor- und Nachteile

Aber keine Sorge! Solltest du tatsächlich ein Auslandspraktikum in Betracht ziehen, dann gibt es zahlreiche Förderungen, die dich dabei finanziell unterstützen (zum Beispiel das ERASMUS+ Programm der Europäischen Union). 

Neben dem finanziellen Aspekt kann aber auch deine persönliche Einstellung dazu führen, dass du ein Praktikum im Inland bevorzugst. Vielleicht möchtest du nicht monatelang von Familie und Freunden getrennt leben oder hast keine Lust, dir den vielen Aufwand anzutun – beides ist vollkommen in Ordnung! Lass dich nicht von anderen in deiner Entscheidung beeinflussen. Nur weil viele unbedingt ins Ausland wollen, heißt es noch lange nicht, dass das auch für dich der richtige Weg ist.

Es kann nämlich auch sein, dass dein zukünftiger Traumjob keine Auslandserfahrung erfordert. Möglicherweise hast du die Chance, dein Praktikum bei jenem Unternehmen zu absolvieren, bei dem du später arbeiten möchtest. Wenn du das Unternehmen während dem Praktikum von dir überzeugst, kann danach ein Angebot für eine Vollzeitstelle folgen. Das ist sicherlich einer der Vorteile eines Inlandspraktikums – die Wahrscheinlichkeit, dass du danach direkt bei diesem Unternehmen einsteigen kannst, ist höher als bei Auslandspraktika. Mit einem Praktikum in deiner Heimat hast du also nicht zwangsläufig einen Nachteil am Arbeitsmarkt.

Welche Variante schlussendlich mehr Sinn für dich macht, musst du selbst entscheiden und abwägen. Überlege dir, was deine langfristigen Ziele sind und in welche Richtung du dich entwickeln möchtest. Weder ein Auslands– noch ein Inlandspraktikum kann allgemein als „besser“ oder „schlechter“ betrachtet werden. Es geht darum, welches Praktikum für dich das Beste ist und bei welchem du für dich und deine Ziele mehr mitnehmen kannst. Eines ist sicher: Egal, ob du dich für das In- oder Ausland entscheidest, deinen Weg wirst du in jedem Fall gehen!  

 

Konnten wir dir deine Fragen rund um die Suche nach einem Berufspraktikum beantworten? Fühlst du dich gewappnet überzeugende Bewerbungen abzuschicken und bei Bewerbungsgesprächen zu überzeugen? 

Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Beitrag mit deinem Netzwerk und lass uns an deinen Erkenntnissen und Erfahrungen teilhaben – wir würden uns über einen Austausch und Dialog mit dir freuen! 

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